CrunchBang Linux - Debian, OpenBox, Conky und einfach - das Ende

Zuletzt aktualisiert am: 16. März 2016 um 22:23:35 Uhr

CrunchBang Linux LogoCrunchBang Linux (kurz auch einfach #! bezeichnet) war eine auf Debian stable "Wheezy" basierende Linux-Distribution, die es vor allem auf eine gute Mischung aus Geschwindigkeit und Funktionalität abgesehen hatte.

Entwickelt wurde CrunchBang von Philip Newborough - einigen vielleicht besser bekannt als corenominal - mit Hilfe des Debian Live Projektes. CrunchBang war als Live-CD - von der es ebenso einfach installiert werden konnte - sowohl in der 32-bit als auch in der 64-bit Variante frei verfügbar.

Was steckte unter der Haube?

Vieles! Zunächst war da Openbox, ein leicht anpassbarer Fenstermanager für X, der keine großen Ansprüche an die Hardware hat. Auch das Panel, tint2, ist Freund eher schwacher Komponenten und ist daher sehr ressourcenschonend und bietet dennoch viele Konfigurationsmöglichkeiten. Des Weiteren zum Einsatz kamen auch Thunar als Dateimanager und der Terminator getarnt als Terminal-Emulator. Die Standards: Iceweasel (Firefox) - Webbrowser, Transmission - Bittorrent Client, GIMP - Bildbearbeitung, VLC - Media Player, Conky - Systemmonitor, XChat - IRC Client und Einige mehr. So zum Beispiel auch Scrot, eine kleine CLI-Anwendung mit der sich Screenshots erstellen lassen.

Woher stammten die verwendeten Pakete?

Kurz: Debian. Lang: Der Großteil der verwendeten Pakete stammten aus den Paketquellen von Debian, einige weitere aus den eigenen. CrunchBang Linux verwendete sowohl die gleiche Paketverwaltung als auch den gleichen Update-Manager wie Debian.

CrunchBangs angenehme Vorzüge waren:

CrunchBang ließ sich auch auf älterer Hardware flink einsetzen. Ebenso war es einfach zu konfigurieren und zugleich sehr lehrreich, da die Config-Files der Standard-Programme direkt im Menü verlinkt waren und der Benutzer so lernte, wie das System funktionierte und es sich an die eigenen Bedürfnisse anpassen ließ. Sollten Linux-Anfänger doch mal vor einem Problem gestanden oder eine Frage gehabt haben, war das englischsprachige Forum und dessen Benutzer oder das nicht mehr aufrufbare Wiki rund um CrunchBang Linux sehr hilfreich - dort gab es jede Menge Tipps und hilfreiche Anleitungen.

Das Logo von CrunchBang Linux und die Namensgebung:

Jedes Release von CrunchBang hatte eine Versionsnummer (basierend auf dem Datum der Veröffentlichung) und dazu auch einen Spitznamen - welcher immer einen Namen einer der Karakter aus der Muppet Show enthielt. So trugen zum Beispiel auch die diversen Server zum verteilen der Downloads oder die Webserver Namen selbiger.

Das Ende und die Weiterführung von CrunchBang Linux

Das war's, CrunchBang wird in die Geschichte eingehen. Philip hat die Weiterentwicklung von CrunchBang Linux am 06. Februar 2015 eingestellt und seine Beweggründe im Forum niedergeschrieben. Das Forum selbst wird fortbestehen, da es, laut Philip, der Community gehört. Und diese arbeitet bereits eifrig an einer Fortsetzung der beliebten Distribution und benennt ihr Vorhaben BunsenLabs. Informationen dazu gibt es hier: http://crunchbang.org/forums/viewtopic.php?id=39049 und auf der offiziellen Website: BunsenLabs Linux

Weiterführende Links zu CrunchBang: