Generelles über CrunchBang Linux!

Crunchbang (kurz auch einfach #! bezeichnet) ist eine auf Debian stable "Squeeze" basierende Linux-Distribution, die es vor allem auf eine gute Mischung aus Geschwindigkeit und Funktionalität abgesehen hat. Entwickelt wird sie von Philip Newborough, einigen vielleicht besser bekannt als corenominal, mit Hilfe des Debian Live Projektes. CrunchBang ist als Live-CD - von der es ebenso einfach installiert werden kann - sowohl in der 32-bit als auch in der 64-bit Variante, wahlweise mit und ohne Backports, frei verfügbar und kann hier heruntergeladen werden.

Auch ein Image basierend auf Debian testing "Wheezy" ist seit kurzem unter dem Namen "Waldorf" verfügbar und ist ebenso auf der offiziellen Download-Seite zu finden. Dieses sollte jedoch nicht als Produktiv-System eingesetzt, sondern eher zum Test neuerer Treiber und Software beziehungweise als Entwicklerversion gesehen werden. Feedback dazu darf gerne im Forum Devel: CrunchBang 11 "Waldorf" gegeben werden.

Was steckt unter der Haube?

Vieles! Zunächst wäre da Openbox, ein leicht anpassbarer Fenstermanager für X, der keine großen Ansprüche an die Hardware hat. Auch das Panel, tint2, ist Freund eher schwacher Komponenten und ist daher sehr ressourcenschonend und bietet dennoch viele Konfigurationsmöglichkeiten. Des Weiteren zum Einsatz kommen auch Thunar als Dateimanager und der Terminator getarnt als Terminal-Emulator. Die Standards: Iceweasel (Firefox) - Webbrowser, Transmission - Bittorrent Client, GIMP - Bildbearbeitung, VLC - Media Player, Conky - Systemmonitor, XChat - IRC Client und einige mehr. So zum Beispiel auch Scrot, eine kleine CLI-Anwendung mit der sich Screenshots erstellen lassen.

Woher kommen die Pakete?

Kurz: Debian. Lang: Der Großteil der verwendeten Pakete stammen aus den Paketquellen von Debian, einige weitere aus den eigenen. CrunchBang Linux verwendet sowohl die gleiche Paketverwaltung als auch den gleichen Update-Manager wie Debian.

CrunchBangs angenehme Vorzüge:

CrunchBang lässt sich auch auf älterer Hardware flink einsetzen. Ebenso ist es einfach zu konfigurieren und zugleich sehr lehrreich, da die Config-Files der Standard-Programme direkt im Menü verlinkt sind und der Benutzer so lernt, wie das System funktioniert und es sich an die eigenen Bedürfnisse anpassen lässt. Sollten Linux-Anfänger doch mal vor einem Problem stehen oder eine Frage haben, ist das englischsprachige Forum und dessen Benutzer oder das Wiki rund um CrunchBang Linux sehr hilfreich - dort gibt es jede Menge Tipps.

Das Logo von CrunchBang Linux und die Namensgebung:

Jedes Release von CrunchBang hat eine Versionsnummer (basierend auf dem Datum der Veröffentlichung) und dazu auch einen Spitznamen - welcher immer einen Namen einer der Karakter aus der Muppet Show erhält. So tragen zum Beispiel auch die diversen Server zum verteilen der Downloads oder die Webserver Namen selbiger.